Studium

Interkulturelles Studium

Im August 2009 konnte ich ein zweijähriges Studium in interkulturellen Studien belegen.
Gott hatte das Wunder möglich gemacht, dass ich meinen Beruf als Finanzbeamter “an den Nagel hängen” und mich BERUFlich neu ausrichten durfte.

Bei einem internationalem Kongress im April 2009 in Oldenburg habe ich von der Möglichkeit zum theologiebasiertem Studium der Intercultural Studies in den Niederlanden erfahren, mich umgehend beworben und wurde angenommen.
Schon im Juli des selben Jahres ging es los und ich zog ins westlich von Deutschland gelegene Flachland um.

Interkulturelles Umfeld

Dozenten mit Auslandserfahrungen sowie Studenten von allen Kontinenten gaben bereits einen intensiven praktischen Kursus im Umgang mit anderen Kulturen, bei dem ich viel dazulernen durfte.
Ein theologisch/anthropologisch ausgewogenes Kurrikulum sorgte auch auf theoretischer Ebene für intensiven Input, der meine vorhergehenden Erfahrungen in Afrika außerordentlich ergänzte – und erklärte!
Zweimal wöchentlich arbeitete ich mit Flüchtlingen aus Somalia, was mir auch während meines Europaaufenthaltes engen Kontakt mit einer afrikanischen Kultur erlaubte und begeistert durch manch herausfordernde Zeit des Studentenlebens trug 🙂

Kulturübergreifende Studien

Schon im ersten Jahr hatte ich die Möglichkeit einige Wochen in den Norden Chinas zu reisen.
Meine Aufgabe in einem internationalen Team war es an staatlichen Schulen Englisch zu unterrichten und die Chinesische und Mongolische Kultur besser kennen zu lernen.

Drei Monate später durfte ich in den Tschad reisen. Unerwartet erhielt ich die Chance eine afrikanisch-arabische Kultur besser kennen zu lernen, bei einer einheimischen Familie zu leben und hautnah von Nöten, Ängsten und Bedürfnissen der Darfur-Flüchtlinge zu erfahren.

Im zweiten Studienjahr ging ein Einsatz nach Westafrika. Unter Talibés – Jungen, die im Alter von 3-4 Jahren von ihren Eltern in die Obhut eines Koranlehrers gegeben werden, um den Koran auswendig zu lernen statt Lesen, Rechnen, Sprachen zu lernen, habe ich drei Monate dienen und wirken dürfen. Die Zeit war intensiv und schmerzhaft, doch erneut sehr richtungsweisend.

Im Juli 2011 ging das Studium zu Ende und ich begann mich auf den ersten Langzeiteinsatz im Ausland vorzubereiten.